Übungsthemen
Atemschutzübungen
Übung / Nachweis Atemschutzgeräteträger
Atemschutztrainings
Kameraden erbringen jährlichen Nachweis
Nachdem wir bei einem unserer letzten Übungen die Personensuche in einer Halle (Menschenrettung) unter schwerem Atemschutz und ohne Sicht übten, stand für unsere Atemschutzgeräteträger nun die jährlichen Belastungsüberprüfung für den Atemschutzeinsatz an. Diesen Nachweis erbringen unsere Atemschutzgeräteträger i.d.R. auf der hierfür durch das Brandschutzzentrum des Kreises Euskirchen in Schleiden vorgehaltenen Atemschutzübungsstrecke.
Das Arbeiten mit den Atemschutzgeräten der Feuerwehr wird als "schwerste körperliche Arbeit" eingestuft. Einige Untersuchungen zeigten, dass durch diese hohe Belastung bis zu 100 Liter Atemluft verbraucht werden können (in Ruhe liegt dieser Wert pro Minute bei einem Erwachsenen in etwa 5 Litern). Während des Nachweises muss insgesamt eine Arbeitsleistung von 80 Joule erbracht werden, was in etwa 80 Meter Treppensteigen mit einem Rucksack von 25 kg entspricht.
Innerhalb der Strecke gibt es jede Menge Hindernisse wie Rohre, Hürden, Hitze und Lärm. Zusätzlich muss mehrfach eine Endlosleiter bestiegen werden und auch Hammerschläge ausgeführt werden.
Neben dieser jährlichen Belastungsübung muss auch einmal im Jahr an einer Atemschutzübung sowie an einer theoretischen Unterweisung teilgenommen werden. Spätestens alle 3 Jahre steht ein gründlicher medizinischer Check beim Arbeitsmediziner auf dem Plan. Hintergrund hierfür sind die eben beschriebenen schweren Blastungen für den Körper unter Atemschutz.
Bei der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger (etwa 40h) steht somit auch die Fachpraxis mit diversesten Übungen im Vordergrund. Es handelt sich bei diesem Lehrgang um einender wichtigsten Lehrgänge der Feuerwehr; bereits 3-4 Atemzüge Rauchgase (bis zu 100 verschiedene Gase) können zur Bewusstlosigkeit und zum Atemstillstand führen - besonders gefährlich ist z. B. das Kohlenmonoxid (entsteht praktisch bei jedem Feuer), da es sich einige hundert mal stärker an rote Blutkörperchen binden kann als der zum Leben erforderliche Sauerstoff und so den Körper sehr stark schädigen kann.
Atemschutz dient also nicht nur der Rettung von Menschen sondern dient dem Feuerwehrmann auchals Eigen-/Selbstschutz.
Gerne informieren wir Sie einmal persönlich über diesen Bereich unserer Arbeit.
